Für den flüchtigen Blick oder auf kleinen Bildschirmen sieht er ganz gut aus, dem genaueren Hinsehen hält er aber nicht stand: Apple hat seinem iPhone 7plus einen Algorithmus mitgegeben, der künstlich Unschärfe in ein Bild hineinrechnet und so einen bauartbedingten Nachteil von Smartphone-Kameras ausgleichen soll. Das funktioniert bisweilen ganz gut, wirklich darauf verlassen sollte man sich allerdings nicht. Zu oft verirrt sich der Algorithmus noch bei der Suche der Bildteile, deren Schärfe er reduzieren soll.


„Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich.“
Manchmal muss man gegen die Wirklichkeit ansingen.
Manchmal muss man singen, obwohl einem eigentlich gar nicht danach zumute ist.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht,
aber in diesen Tagen tue ich mich schwer mit dem Singen.
Selbst mit den Weihnachtsliedern, die ich so gern mag, tue ich mich schwer.
Und mit dem Gott loben erst recht.


Wenn es draußen novembrig trüb wird,
dann kommt in der Kirche zur Sprache,
was wir uns den Rest des Jahres ganz gerne vom Hals halten, soweit wie eben möglich.

Tod, Sterben und Gericht,
das sind die Themen der letzten Sonntage im Kirchenjahr.
Die Themen in der Kirche passen sich dem Novembergrau an.
Die Natur bereitet sich auf’s Sterben vor - und auch wir Kirchenbesucher bekommen unsere Endlichkeit vor Augen geführt.


Die das Wort annahmen, ließen sich taufen.
Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel
und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
Es kam aber Furcht über alle Seelen,
und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel.
Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander
und hatten alle Dinge gemeinsam.
Sie verkauften Güter und Habe
und teilten sie aus unter alle,
je nach dem es einer nötig hatte.
Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel
und brachen das Brot hier und dort in den Häusern,
hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen
und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk.
Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.


Christus ist gekommen
und hat im Evangelium Frieden verkündigt
euch, die ihr fern wart,
und Frieden denen, die nahe waren.

Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater.

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge,

sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,
erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten,

da Jesus Christus der Eckstein ist,

auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst

zu einem heiligen Tempel in dem Herrn.

Durch ihn werdet auch ihr miterbaut
zu einer Wohnung Gottes im Geist.


Trinitatis gehört nicht zu den beliebtesten der kirchlichen Feste.
Und das liegt nicht nur daran, dass es bei uns mitten in die Pfingstferien fällt - in eine Zeit also, die die meisten Menschen auf den Autobahnen, in den Bergen oder am Meer, und die wenigsten in den Kirchen verbringen.

Trinitatis, der Tag der Heiligen Dreifaltigkeit Gottes, macht es uns nicht leicht. Es gibt keine Bilder, keine Geschichten, an die wir uns halten können.

Was an Weihnachten geschah, das lässt sich erzählen: Mit Maria und Josef, dem Kind in der Krippe, den Hirten und schließlich den Königen.

Was an Karfreitag und Ostern geschah, auch davon lässt sich erzählen: Die Gefangennahme, das Kreuz, die Frauen am Grab, die Jünger, die dem Auferstandenen begegnen.

Von Christi Himmelfahrt, ja selbst von Pfingsten, dem Fest des an sich unanschaulichen Heiligen Geistes - selbst davon kann man erzählen. Wie der Geist die ängstlichen Jünger erfasste. Wie er sie hinaus auf die Straße trieb, zu predigen. So zu predigen, dass sie mit dem Evangelium alle Menschen erreichten.

Das sind Bilder, die berühren. Bilder, die geeignet sind, Jahrhunderte zu überspringen und die wir heute immer noch verstehen können.


So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue
Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen,
für die Könige und für alle Obrigkeit,
damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können
in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland,
welcher will, dass allen Menschen geholfen werde
und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen,
nämlich der Mensch Christus Jesus,
der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung,
dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde.