Liebe bis zuletzt.
Vertrauen bis zuletzt.
Beten bis zuletzt.

Eben haben die römischen Soldaten ihn ans Kreuz geschlagen,
haben Arme und Beine mit Nägeln durchbohrt.
Schreckliche, unaushaltbare Schmerzen haben sie ihm zugefügt.

Nun sind sie fertig,
haben auf diesem unwirtlichen Hügel vor den Mauern Jerusalems ihre Arbeit erledigt,
drehen sich vielleicht schon um, um nachhause zu gehen.
Sie zucken mit den Schultern:
Was gehen sie die Verbrecher noch an,
die hier ihre gerechte Strafe bekommen?


Ja, wahrhaftig, es war vollbracht. Man rieb sich die Hände. Die ihn ans Kreuz gebracht hatten – deren Plan war aufgegangen. Er, das große Ärgernis für die selbstgerecht Frommen seiner Zeit – aller Zeiten – er war nicht mehr. Endgültig nicht mehr.

Die Mörder triumphierten. Sie waren letztlich doch Sieger geblieben, dachten sie. Sie hatten sich gegen diesen Mann aus Galiläa und sein Häuflein Anhänger durchgesetzt. Hatten ihn vernichtet. Jetzt hing er am Kreuz, konnte nur noch stammeln, um e...